nachrichten >
Mann stürmt Kindergarten
Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete, ereignete sich der tödliche Vorfall am Vortag in der Stadt Zibo in der Provinz Shandong. Der 26-jährige Angreifer wurde festgenommen, er gestand die Tat.
Die örtlichen Behörden sowie die Polizei und das Krankenhaus in Zibo wollten sich zu der Tat nicht äußern. Zwei Anwohner nahe des Kindergartens bestätigten im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP jedoch, dass bei dem Überfall drei Kinder getötet wurden. Xinhua zufolge wurden außerdem drei weitere Kinder und vier Betreuer verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Polizei fand demnach am Tatort ein 60 Zentimeter langes Messer, mit dem der 26-Jährige auf die Gruppe in dem Kindergarten losgegangen war. Das Alter der Opfer wurde nicht bekannt.
Der Mann selbst wurde dem Bericht von Xinhua zufolge wenige Stunden nach der Tat festgenommen und gestand demnach, die Kinder mit dem Messer getötet zu haben. Die Gründe für seinen Überfall blieben zunächst unklar, die Polizei habe entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Eine Anwohnerin sagte AFP zudem, die Kindergärten der Stadt hätten Anweisung bekommen zu schließen.
In China war es zwischen März und Mai zu einer ganzen Serie blutiger Überfälle auf Schulen und Kindergärten gekommen. Dabei wurden 17 Menschen getötet, 15 von ihnen waren Kinder. Über 80 Menschen wurden verletzt. Drei der Angreifer wurden mittlerweile zum Tode verurteilt, zwei von ihnen wurden bereits hingerichtet. Zwei weitere Angreifer nahmen sich nach ihrer Tat das Leben.
Experten zufolge stieg in China in den vergangenen Jahren die Zahl gewalttätiger Ausbrüche generell drastisch an. Viele sehen einen Zusammenhang mit dem rasanten Aufstieg Chinas von einem planwirtschaftlich organisierten Land zu einer wirtschaftlichen Weltmacht und dem damit verbundenen Stress für die Menschen. Einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie zufolge leiden rund 173 Millionen Chinesen an psychischen Störungen, mehr als 90 Prozent lassen sich aber nicht behandeln. (hcy/jes)
© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben






– Der Drupal Agentur in Hamburg
Kommentare: