nachrichten >
Von der Bauernbank zum Börsengang
Für die Bank endet damit ihre lange Geschichte als rein staatliches Kreditinstitut. Zwei Jahre nach der Gründung der Volksrepublik China durch Mao Tse-tung wurde die Agricultural Bank of China 1951 ins Leben gerufen, um Geld an unterentwickelte ländliche Regionen und bedürftige Bauern zu verleihen, die zu diesem Zeitpunkt das wirtschaftliche Rückgrat des kommunistischen Riesenreiches bildeten.
Die Geschäfte der Bank wurden daher stets durch politische Interessen anstatt durch marktwirtschaftliche Bedürfnisse gelenkt. Das Finanzinstitut musste nicht zuletzt auch deswegen immer wieder Zahlungsausfälle in seinen Büchern verbuchen und galt lange als die schwächste unter den großen chinesischen Staatsbanken. Vor rund zehn Jahren begann die chinesische Führung jedoch damit, die Bilanzen der Banken zu entrümpeln und den Finanzsektor umzukrempeln. Mit der Auslagerung fauler Kredite und staatlichen Finanzspritzen wurde auch die Agricultural Bank of China als letzte der vier großen Staatsbanken fit für den Börsengang gemacht.
Inzwischen ist die AgBank ein respektierter Riese der Branche mit mehr als 320 Millionen Kunden, über 441.000 Angestellten und rund 24.000 Filialen. Mit Einlagen von mehr umgerechnet mehr als 1100 Milliarden Euro ist die Bank das drittgrößte Finanzinstitut der Volksrepublik. In diesem Jahr erwarten die Manager der Bank einen Gewinnanstieg um mindestens 28 Prozent auf rund zehn Milliarden Euro. (jdö/ilo)
© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben






– Der Drupal Agentur in Hamburg
Kommentare: